
Constantin Albrecht (im Bild), Paul Buchmann, Jonas Dilger, Moritz Handtke und Simon Kummer erhielten den Abiturpreis 2023 „Politik und Gesellschaft“ aus den Händen von Landtagspräsidentin Ilse Aigner. Diese betonte bei der Preisverleihung in ihrem Grußwort die Bedeutung von politischer Bildung und Demokratiebewusstsein für eine funktionierende freiheitliche Demokratie. Die Preisträger haben gezeigt, dass sie Demokraten sind: „Ihre herausragenden Seminararbeiten beweisen: Die Jugend von heute denkt politisch! Das stimmt mich zuversichtlich. Denn Demokratie braucht Mut, Tatkraft und Bekenntnis. Demokratie lebt vom Mitmachen. Daher mein Appell: Bringen Sie sich, Ihre Gedanken und Talente zum Wohle unseres Landes ein!“ Ähnlich äußerten sich Ministerialdirektor Stefan Graf (Kultusministerium) und Prof. Dr. Stefan Rappenglück (Vorsitzender des Landesverbands Bayern der Deutschen Vereinigung für Politische Bildung).
Insgesamt waren 126 Seminararbeiten aus ganz Bayern eingereicht worden. Auffallend war in diesem Jahr eine hohe Anzahl von Arbeiten, die sich mit Rechtsextremismus, Antisemitismus, Populis-mus oder Verschwörungstheorien beschäftigen. Eine sechzehnköpfige Jury des Landesverbands Bayern der DVPB, bestehend aus Lehrkräften und im Hochschulbereich tätigen Personen, wählte aus den eingereichten Arbeiten fünf herausragende aus. Bewertet wurden insbesondere die Problemorientierung, der aktuelle Bezug, eine multiperspektivische Vorgehensweise, ein eigenständiges, kritisches politisches Urteil, ein erkennbarer Anteil an Eigenaktivität im Verhältnis zur Quellenarbeit, die Anwendung von sachgerechten Recherchemethoden sowie die überzeugende Formulierung eines plausiblen Ergebnisses.

Constantin Albrecht (2.v.l.) erhält den Abiturpreis 2023. Mit dabei: Stefan Rappenglück, Landtagspräsidentin Ilse Aigner sowie Gero Kellermann (APB Tutzing).
2023
Der Abiturpreis „Politik und Gesellschaft“ des Landesverbands Bayern der Deutschen Vereinigung für Politische Bildung e. V. wurde am 4. Juli 2023 in der Ludwig-Maximilians-Universität München verliehen. Landtagspräsidentin Ilse Aigner zeichnete als Schirmherrin im Beisein von Prof. Dr. Oliver Jahraus, Vizepräsident der LMU für den Bereich Lehre, und Ministerialdirektor Stefan Graf, Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, fünf Abiturienten aus, die sich in herausragender Weise mit aktuellen Themen aus den Bereichen Politik und Gesellschaft auseinandergesetzt haben.
Landtagspräsidentin Aigner betonte in ihrem Grußwort die Bedeutung von politischer Bildung und Demokratiebewusstsein für eine funktionierende freiheitliche Demokratie. Die Preisträger haben gezeigt, dass sie Demokraten sind: „Ihre herausragenden Seminararbeiten beweisen: Die Jugend von heute denkt politisch! Das stimmt mich zuversichtlich. Denn Demokratie braucht Mut, Tatkraft und Bekenntnis. Demokratie lebt vom Mitmachen – daher mein Appell: Bringen Sie sich, Ihre Gedanken und Talente zum Wohle unseres Landes ein!“
„Sie zeigen, was es heißt, mündige Bürger zu sein“
Auch Ministerialdirektor Stefan Graf würdigte den Abiturpreis und gratulierte den Preisträgern: „Demokratie ist kein Selbstläufer. Wir müssen uns immer wieder aufs Neue einsetzen für ein gutes und demokratisches Miteinander in unserem Land. Wettbewerbe wie der Abiturpreis „Politik und Gesellschaft“ sind ein wichtiger Baustein der Politischen Bildung an unseren Schulen. Sie motivieren junge Menschen, das Geschehen in der Welt aufmerksam zu beobachten oder sich aktiv in gesellschaftliche Debatten einzubringen. Herzlichen Glückwunsch an die Preisträger des Abiturpreises „Politik und Gesellschaft“ – Sie zeigen mit Ihren Arbeiten, was es heißt, ein mündiger Bürger zu sein. Ein herzliches Dankeschön an alle Lehrkräfte, die unsere Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg dorthin unterstützen!“
Im Namen des Landesverbands Bayern der Deutschen Vereinigung für Politische Bildung bedankte sich ihr Vorsitzender, Prof. Dr. Stefan Rappenglück, für die Grußworte; zudem dankte er den Mitgliedern der Jury für ihre ehrenamtliche Arbeit, der Heinz und Sybille-Laufer-Stiftung für politische Wissenschaft für die finanzielle Unterstützung der Preisgelder sowie der Akademie für Politische Bildung Tutzing, die Tagungsgutscheine für die Preisträger zur Verfügung stellt. In seiner anschließenden Laudatio betonte Rappenglück den hohen Stellenwert der politischen Bildung in den Schulen, der mit dem Abiturpreis „Politik und Gesellschaft“ gestärkt werden soll. Auch soll der Preis das gezeigte Engagement von jungen Menschen in ihren Arbeiten würdigen.
126 eingereichte Arbeiten, 5 Preise
Insgesamt waren 126 Seminararbeiten aus ganz Bayern eingereicht worden. Auffallend war in diesem Jahr eine hohe Anzahl von Arbeiten, die sich mit Rechtsextremismus, Antisemitismus, Populismus oder Verschwörungstheorien beschäftigen. Eine sechzehnköpfige Jury des Landesverbands Bayern der DVPB, bestehend aus Lehrkräften und im Hochschulbereich tätigen Personen, wählte aus den eingereichten Arbeiten fünf herausragende aus. Bewertet wurden insbesondere die Problemorientierung, der aktuelle Bezug, eine multiperspektivische Vorgehensweise, ein eigenständiges, kritisches politisches Urteil, ein erkennbarer Anteil an Eigenaktivität im Verhältnis zur Quellenarbeit, die Anwendung von sachgerechten Recherchemethoden sowie die überzeugende Formulierung eines plausiblen Ergebnisses.
Neben den ersten drei Preisen wurden in diesem Jahr auch zwei Sonderpreise vergeben. Der erste Preis wurde mit 300 Euro prämiert, die weiteren Preisträger erhielten Preisgelder in Höhe von 200 und 100 Euro; zudem gab es für jeden einen Gutschein für eine frei wählbare, mehrtägige Veranstaltung in der Politischen Akademie Tutzing und einen Restaurantgutschein im Wert von 100 Euro. Vor der Übergabe der Urkunden und Preise durch Landtagspräsidentin Ilse Aigner würdigte Prof. Dr. Rappenglück die Seminararbeiten der fünf Preisträger im Einzelnen. Abgerundet wurde die gelungene Veranstaltung mit einer interessanten Führung der Vorsitzenden der Weiße-Rose-Stiftung, Dr. Hildegard Kronawitter, durch die DenkStätte Weiße Rose im Gebäude der Ludwig-Maximilians-Universität.
Die Preisträger 2023 (in alphabethischer Reihenfolge):
Albrecht, Constantin (Gymnasium der Benediktiner Schäftlarn): Sonderpreis // Chinas Neue Seidenstraße und deren Einfluss auf Europa (Leitfach Geschichte)
Bachmann, Paul (Städt. Theodolinden-Gymnasium München): Dritter Preis // Krisen als Treiber von Populismus am Beispiel der Wirtschaftskrise 2008 und der Corona-Pandemie (Leitfach Sozialkunde)
Dilger, Jonas (Veit-Höser-Gymnasium Bogen): Zweiter Preis // Rechtsextremismus als Erbe der Diktatur in der Deutschen Demokratischen Republik? (Leitfach Geschichte)
Handtke, Moritz (Gymnasium Gröbenzell): Erster Preis // Rechtsstaatlichkeit in Mexiko – Zukunftsperspektiven für eine bedrohte Demokratie (Leitfach Sozialkunde)
Kummer, Simon (Katharinen-Gymnasium Ingolstadt): Sonderpreis Populismus und Medien // Untersuchung ausgewählter Nachrichtenbeiträge über die EU im öffentlich-rechtlichen Fernsehen Polens auf populistische Rhetorik vor und nach dem Beginn des Ukraine-Kriegs (Leitfach Sozialkunde)